Eignung & Matching

Der Gesetzgeber hält seit der Vormundschaftsrechtsreform vom 1.1.2023 einige Kriterien zur Eignung von ehrenamtlichen Einzelpersonen als Vormund*innen vor. Die Person muss geeignet sein die Vormundschaft (oder Pflegschaft) so zu führen, wie es das Wohl des Mündels erfordert. Aspekte sind Kenntnisse und Erfahrungen, persönliche Eigenschaften, persönliche Verhältnisse und Vermögenslage sowie die Fähigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den anderen an der Erziehung des Mündels beteiligten Personen. Fachdienste stehen vor der Herausforderung, vor diesem Hintergrund selbst Kriterien zu entwickeln und zu klären, in welcher Form eine Eignungseinschätzung erfolgen kann, um eine bestmögliche Passung zwischen einem*r Vormund*in und den Bedarfen und Interessen eines Kindes zu ermöglichen. Ausgewählte Konzepte und Argumentationspapiere bieten Anregungen.

Impulse für die eigene Qualitätsentwicklung!

Anregungen für Fachkräfte

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Praxisheft: "Ehrenamtliche Vormundschaft qualifizieren" (2019)

Eine Arbeitshilfe in neun praktischen Schritten – Vom Sondieren der Lage über das Kennenlernen der Interessierten, Einschätzung und Matching, Schulung und Begleitung von ehrenamtlichen Einzelvormund*innen (zu Eignung und Matching siehe insbesondere S. 17-22).

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Forschungsbericht "Vormundschaft durch Pflegeeltern?" (2020)

Ein Forschungsprojekt zur Vormundschaft durch Pflegeeltern, durchgeführt vom Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft e. V. im Auftrag des Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V.. (zum Thema Eignung sowie dem Blick der Fachkräfte darauf siehe S. 25 ff. und S. 27 ff.).

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Zum Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft e. V.

Konzept zur Überprüfung und Begleitung von ehrenamtlichen Vormündern in Hildesheim (2019)

Orientierungspapier des Landkreises zu Eignungskriterien, Ablauf der Eignungsprüfung und Wiederholungsprüfung (18 Seiten).

Zum Konzept

Konzept zur Inanspruchnahme von ehrenamtlichen und Vereinsvormund*innen (2017)

Konzept zur stärkeren Inanspruchnahme Stärkung der Einzelvormundschaft durch Ehrenamtliche oder Verinsvormund*innen  und Förderung von Vormundschaftsvereinen in Dresden; Vorlage zur Beschlussfassung; Stand 31.05.2017 (S. 4-15)

Zum Konzept

Artikel: Fritsche, Miriam: "Angehörige als Einzelvormund*innen…" (2020)

Im Falle einer ehrenamtlichen Vormundschaft sind bisher häufig Verwandte des Kindes eingesetzt (Großeltern, Tanten / Onkel, auch ältere Geschwister u.a.m.). Zu dieser besonderen Form ehrenamtlicher Einzelvormundschaften liegen weder verlässliche Daten noch systematisierte Wissensbestände vor. Der Artikel beleuchtet das Thema und zeigt auf, weswegen es deutlich stärker in den Fokus genommen werden sollte.

Zum Artikel

Forschungsbericht „Danke, dass Ihr uns eine Stimme gebt!“ Perspektiven von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Vormundschaft (2022)

In 13 qualitativen Interviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde deren Perspektive auf Vormundschaftin den Fokus genommen: Wie waren ihre Erfahrungen mit den Vormund*innen? Was hätten sie sich gewünscht? Wir würden sie selbst agieren, wenn sie vormund*in wären? Laurette Rasch stellt Konzeption, Durchführung und Ergebnisse ihrer Befragung vor (60 S.).

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Praxismaterialien

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Impulse aus der Praxis: Leitfaden Vorbereitung und Beratung von Pflegeeltern als Vormund (2020)

Das Kompetenzzentrum Pflegekinder hat im Rahmen des Projekts „Ehrenamtliche Einzelvormundschaft und Pflegekinderhilfe“ eine mehrjährige Praxisreflexion mit einem Kreis von Fachkräften durchgeführt, aus der ausgewählte Befunde und Entwürfe über dieses Portal als Anregung für weitere Praxiskreise zur Kenntnis gegeben werden.

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